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Juli Zeh - Unterleuten

Bloged in Buchkritik von admin Mittwoch September 21, 2016

Juli Zeh - UnterleutenDas ist der gesamtdeutsche Roman auf den wir lange warten mussten. Juli Zeh`s Buch „Unterleuten“ steht nicht ohne Grund auf den Bestsellerlisten ganz oben.
Unterleuten ist ein idyllisches Dorf irgendwo in Brandenburg. Die Dinge nehmen noch ihren geordneten Lauf, bis sich Stadtflüchtlinge aus Berlin dieses Fleckchen Erde für ihre Selbstverwirklichung auswählen. Sie sehen ihre Lebensaufgabe darin, seltene Vogelarten vor dem Aussterben zu retten. Doch nicht nur großstädtische Arroganz und Selbstgerechtigkeit werden in Unterleuten zum Problem. Die Einheimischen haben so manches dunkle Geheimnis, welches bisher sorgsam den Blicken und dem Klatsch verborgen geblieben ist. Erst als Investoren einen Windpark bauen wollen, ist nichts mehr so wie es war. (weiterlesen…)

Tom Hillenbrand – Der Kaffeedieb

Bloged in Buchkritik von admin Montag August 29, 2016

Hillenbrand-Der KaffeediebAm Ende des 17. Jahrhunderts gelangt ein neues Getränk nach Europa: Kaffee. Eigens dafür entstehen in europäischen Städten Kaffeehäuser. Hier treffen sich Kaufleute, Dichter und Philosophen um das Getränk bei interessanten Gesprächen zu konsumieren. Aber Kaffee ist teuer. Plantagen befinden sich im jemenitischen Hochland bei Mocha. Von dort wird der Kaffee nach Europa geliefert. Im 17. Jahrhundert gehören die arabischen Küsten des Mittelmeeres und der arabischen Halbinsel am Roten Meer zum riesigen osmanischen Reich. Das Kaffeemonopol besitzen die Osmanen. Es ist bei Todesstrafe verboten Kaffee und Pflanzen zu schmuggeln. (weiterlesen…)

Oliver Nachtwey – Die Abstiegsgesellschaft

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag August 23, 2016

Nachtwey-Die AbstiegsgesellschaftDer Frankfurter Soziologe Oliver Nachtwey versucht in seinem neuen Buch „Die Abstiegsgesellschaft“ Antworten auf aktuelle und zentrale Fragen zu geben:
In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?
Was ist der Kit, der Individuen und Gruppen zusammenhält?
Welche Rolle spielen Ungleichheit, Herrschaft und Integration in unserer Gesellschaft?
Jeder spürt es, die soziale Moderne wie wir sie in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mit einer umfassenden sozialen Absicherung und Integration erlebt haben, existiert nur noch in Fragmenten. (weiterlesen…)

Susanne Mischke – Warte nur ein Weilchen

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag August 16, 2016

Mischke-Warte nur ein WeilchenHauptkommissar Bodo Völxen hat einen ungelösten Mordfall. Ausgerechnet sein Nachbar, der Hühnerbaron Köpke weißt ihn darauf hin. Der Trauerkartenmörder ist noch auf freiem Fuß. Ein Immobilienmakler aus Hannover Kleefeld war das Opfer. Bei ihm wurde eine Trauerkarte gefunden: „Aufrichtiges Beileid zu deinem baldigen Tod“. Das geschah vor 2 Monaten und noch hat die Polizei keinen Täter gefasst. Völxens Handy klingelt und erlöst ihn von seinem Nachbarn. Der neue Fall, der ihm telefonisch angekündigt wird, bereitet ihm großes Unbehagen. In einem Swimmingpool in Hannover Bothfeld wurde eine weibliche Leiche von einer Nachbarin entdeckt. Die Tote ist die Mutter von Völxens Mitarbeiterin Jule Wedekin. (weiterlesen…)

James Rebanks – Mein Leben als Schäfer

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag August 9, 2016

James Rebanks-Mein Leben als SchaeferJames Rebanks ist Schäfer, wie bereits Generationen seiner Familie zuvor. Er lebt im nordenglischen Lake District. In seinem Buch berichtet er über die tiefe Verwurzelung der Menschen mit dem Land und über den Arbeitsablauf eines Schäfers während der Jahreszeiten. Im Frühjahr bringt das Lammen viel Arbeit, im Sommer die Heuernte. Die Schafe sind in dieser Zeit in den Bergen. Im Herbst sind Auktionen und Märkte. Hier sind die Schäfer immer auf der Jagd nach einem perfekten Schafbock um die Herdenqualität zu verbessern, vielleicht sogar einen Bock aus eigener Zucht prämieren zu lassen. So ein Tier ist wertvoll. Im Winter schließt sich die Aufsicht über die Herde an. Damit die Schafe die strengen Fröste gut überstehen, werden sie auf den Weiden mit Heu versorgt. (weiterlesen…)

Oliver Hilmes – Berlin 1936

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag Juli 26, 2016

Oliver Hilmes-Berlin 1936Berlin im August 1936: die Welt ist zu Gast bei den olympischen Spielen. Das NS-Regime zeigt sein freundliches Gesicht. Keine „Für Juden verboten“ Schilder, die Kampfschrift Stürmer ist aus dem öffentlichen Leben verschwunden. Für hunderttausende Deutsche gibt es nur noch ein Thema – das große Sportfest. Das Nachtleben floriert wie in den wilden zwanziger Jahre. Dennoch, die Dinge beginnen sich unmerklich und nachdrücklich zu verändern. Das Regime holt zum großen Schlag aus, die totale Gleichschaltung steht bevor. Oliver Hilmes verdichtet diese Ereignisse auf 16 Tage im August, die zwei Wochen der olympischen Spiele und lässt viele bekannte und unbekannte Personen in seinem Roman „Berlin 1936“ zu Wort kommen. (weiterlesen…)

Martha Grimes – Inspektor Jury und die Frau in Rot

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag Juni 14, 2016

Grimes-Inspektor Jury und die Frau in RotObwohl Inspektor Jury Urlaub hat, trifft er sich mit Tom Williamson. Sie haben einen gemeinsamen Freund, der Tom an den Inspektor vermittelt hat. Vor 17 Jahren kam Williamsons Frau unter merkwürdigen Umständen ums Leben. Sie stürzte eine steile Treppe hinunter. Unfall mit Todesfolge lautete das Ergebnis der Untersuchungen. Tom glaubt auch nach so langer Zeit nicht daran. 5 Jahre vor dem Tod von Tess passierte ein folgenschweres Unglück im Garten des Anwesens der Williamsons. Tess hatte für 6 Kinder ein Gartenfest veranstaltet. Auf dem Grundstück befanden sich tiefe Betonbecken, die zugeschüttet werden sollten. Den Kindern war verboten sich in diesem Teil des Gartens aufzuhalten. Die Jungen und Mädchen spielten Verstecken. Ein Mädchen schien das Verbot zu missachten. Sie stürzte in ein Becken und kam dabei ums Leben. (weiterlesen…)

David Graeber – Bürokratie – Die Utopie der Regeln

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag Juni 7, 2016

Graeber-BürokratieMit dem Buch „Schulden: Die ersten 5000 Jahre“, landete der amerikanische Ethnologe und Occupy Aktivist David Graeber einen Weltbestseller. Jetzt hat er sich ein Thema vorgenommen, dass generell nicht zu positiven Gefühlsausbrüchen taugt: Die Bürokratie.
Im Zusammenhang mit einer schweren Erkrankung seiner Mutter, machte er persönliche Erfahrungen mit bürokratischen Verfahren. Schnell ist ihm klar, dass so etwas wie eine linke Kritik an der Bürokratie fehlt. Das ist verwunderlich, da erst ein institutionalisierter Handlungsrahmen einen bürokratischen Apparat möglich macht. Graeber zeigt auf, dass in Europa und den USA neoliberale Eliten ein Vielfaches an neuen Regeln, Verfahren und Vorschriften geschaffen haben, die von einem zunehmend größer werdenden Apparat verwaltet werden. (weiterlesen…)

Walter Siebel – Die Kultur der Stadt

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag Mai 31, 2016

siebel-die-kultur-der-stadt.jpgDie Beschäftigung mit manchen Büchern braucht ihre Zeit, so auch mit Walter Siebels „Die Kultur der Stadt“. Auf über vierhundert Seiten breitet der emeritierte Professor für Soziologie das ganze Spektrum an Möglichkeiten aus, die eine Stadt ausmachen. Klar wird; nicht die politischen oder ökonomischen Strukturen sind es die eine Stadt zur Stadt, zur Metropole machen, sondern die Kultur. Stadt ist für Siebel „raumgewordenen Gesellschaft“. (weiterlesen…)

Viveca Sten – Tödliche Nachbarschaft

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag Mai 17, 2016

Sten-Toedliche NachbarschaftEin neuer Fall für Thomas Andreasson.
Auf der schwedischen Schäreninsel Sandhamn, vor den Toren von Stockholm, bahnt sich Ärger an. Ein großes Strandgrundstück ist an einen Auslandsschweden verkauft worden. Ein Tortenstück im Südwesten der Insel. Der Preis für das Grundstück war extrem hoch und die geplante Luxusvilla wird ein weiteres Vermögen verschlingen. So ein Bau passt nicht auf die idyllische Schäreninsel. Die Insulaner reagieren empört. Der Käufer, Carsten Jonsson, ist Investmentbanker. Er lebt mit seiner englischen Frau Celia und zwei Kindern in London. Sein Kaufangebot konnte von den Erben des Grundstücks kaum ausgeschlagen werden, die Gier nach dem Geld war zu groß. (weiterlesen…)

Benjamin von Stuckrad-Barre - Panikherz

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag April 19, 2016

Stuckrad-Barre_PanikherzLange hat man von ihm nichts gehört, jetzt hat er seine Biografie vorgelegt. Benjamin von Stuckrad-Barre feiert sein fulminantes Comeback mit „Panikherz“.
Mit 40 Jahren eine Biografie – so gehört sich das wohl bei Popliteraten die sich mit medienwirksamen Auftritten einen Namen gemacht haben. Nur, man wusste es schon immer – Stuckrad-Barre ist ein literarisches Talent das nie Langeweile aufkommen ließ. So ist auch seine Biografie schonungslos, überraschend und hoch unterhaltsam. (weiterlesen…)

Ulrich Peltzer – Das bessere Leben

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag März 29, 2016

Peltzer-Das bessere LebenEs gibt Bücher mit denen man sich schwer tut. Das Thema erscheint hochinteressant, der Klappentext verspricht noch mehr, erste Kritiken loben Autor und Buch über den grünen Klee. Die Story spricht die Generation an, die in den 70er Jahren sozialisiert wurde. Es ist deren Geschichte. Dennoch: der Einstieg ist nicht einfach, denn die Zusammenhänge in diesem komplexen Roman von Ulrich Peltzer erschließen sich nur schwer. Inhaltlich geht es um die verlorenen Kämpfe für mehr soziale Gerechtigkeit und Freiheit, während der großen Tage des Aufruhrs in den Universitäten von Amerika und Europa. Die Kämpfe sind Geschichte. Aus den ehemaligen politischen Aktivisten sind Manager geworden. (weiterlesen…)

Johanna Basford – Mein phantastischer Ozean

Bloged in Buchkritik von admin Dienstag März 29, 2016

Johanna Basford-Mein phantastischer OzeanWir leben in einer Zeit voll von Hektik und Stress. Man kann solchen Situationen entgegenwirken. Der Markt bietet viele Möglichkeiten sich zu besinnen. Im Trend liegen Ausmalbücher für Erwachsene. Sie bieten Zeit zum Abschalten und fördern die Kreativität. Mach die Welt bunt. (weiterlesen…)

Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren

Bloged in Buchkritik von admin Montag Februar 1, 2016

Lindgren-Die Menschheit hat den Verstand verlorenTagebücher 1939 - 1945
Bevor Astrid Lindgren weltbekannte Kinderbuchautorin wurde, schrieb Sie von 1939-1945 Tagebücher. Jetzt sind diese Kriegstagebücher veröffentlicht worden.
Astrid Lindgren war Sekretärin, in der Schule hatte sie Deutsch gelernt. Während des 2. Weltkriegs arbeitete sie für den schwedischen Nachrichtendienst in der Abteilung für Briefzensur. Ihre Aufgabe war es, deutsche Post zu lesen und auf Landeskritische Äußerungen zu prüfen. Dadurch hatte sie Einblicke in das Geschehen in Deutschland und Europa. Kenntnisse die nicht in Rundfunk und Zeitungen zu finden waren. Viele dieser Eindrücke verarbeitete sie in ihren Tagebüchern. Zusätzlich klebte Lindgren Zeitungsartikel in die Bücher und kommentierte sie. (weiterlesen…)

Christoph Höthker – Alles sehen - Roman

Bloged in Buchkritik von admin Montag Januar 18, 2016

Hoethker - Alles sehenKann man aus den Ereignissen eines Tages, einer Nacht, einen fulminanten Roman schreiben? Zudem wenn der Großteil der Handlung in einer tristen deutschen Stadt namens B. spielt (das damit Bielefeld gemeint sein kann ist natürlich reine Annahme). Der ehemalige Taxifahrer, Werbetexter, freier Journalist, Sprachlehrer und studierter Soziologe Christoph Höthker zeigt in seinem 2. Roman „Alles sehen“ wie es geht. (weiterlesen…)

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